Pfeffer ist das älteste Gewürz

Pfeffer ist schon ein wahrer allrounder. Schließlich liest man in fast jedem Rezept, dass man u. A. mit Pfeffer würzen soll und wir machen das auch alle. Pfeffer ist nicht zu schwarz, nicht zu schwach. Er verleiht jeden eurer Gerichte den besonderen Pepp ohne aufdringlich zu schmecken.

Sagst du mal wieder zu deinem Freund, er solle da hin gehen, wo der Pfeffer wächst, dann weißt zumindest du jetzt, wo das ist. Denn da der Pfefferstrauch liebt die Sonne und wird in Madagaskar, Indien, Indonesien, Vietnam, Brasilien und Malaysia angebaut. Der Pfefferstrauch wird bis zu 10 Meter hoch und krallen sich zum Wachsen an Bäumen fest. Pfeffer wird dann aus den Blüten gewonnen.
Es gibt weißen, grünen, roten und schwarzen Pfeffer. Manche empfinden den roten als schärfer als, beispielsweise den schwarzen, welchen man als „den herkömmlichen“ Pfeffer bezeichnen kann. Denn den hat fast jeder im Haus. Welcher aber der schärfste ist, könnt ihr nur selber für euch herausfinden. Denn die Farbe unterscheidet sich nur darin, wie lange die Körner greift sind, ob diese und wie behandelt worden oder ob der Korn an sich geschält oder nicht ist.

Bereits in der Antike wurde Pfeffer auf dem Landweg von Indien nach Europa, vorzugsweise nach Rom gebracht und seine lange Haltbarkeit und seine Schärfe machten das auch möglich udn den Pfeffer zu einem prima Fernhandelsgut. So dominierte der Pfeffer die Römisch-Indische Beziehung. Später wurde der Pfeffer auch über den Seeweg nach Europa geschifft.
Pfeffer war ein teures Gut und wurde zeitweise sogar mit Gold aufgewogen, dadurch waren Pfeffer-Händler sehr reiche Leute und das lag daran, dass später entdeckt wurde, dass Pfeffer nicht nur zum Würzen von Speisen ideal geeignet ist, sondern auch zum haltbar machen von anderen Speisen geeignet ist.
Früher sagte man dem Pfeffer auch eine heilende Wirkung nach und der schwarze Pfeffer hat auch gewisser Maßen eine heilende Wirkung, denn der grüne, ungeschälte Pfeffer wird mit heißem Wasser behandelt, dann in der Sonne getrocknet und daher erhält das Korn die schwarze Farbe. Und diesem schwarzen Pfeffer ist eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung anzurechnen, aber in Arzneimitteln wird dieser nur noch in Tonikum angewendet. Zögert also nicht, mit Pfeffer zu würzen…

Der Pfeffer, welcher eins mit Gold aufgewogen konnte wird heute längst nicht mehr so geschätzt, wie in der Antike einmal, aber er ist dennoch besonders wertvoll, die Wert auf gutes Essen und/oder auf ein gut gefülltes Grund-Gewürzregal legen. Pfeffer passt an fast jedes herzhafte Gericht. Zum haltbar nutzen wird er heutzutage sicherlich nicht mehr genutzt, aber dennoch, wie zu Anfang bereits gesagt: Der Pfeffer ist ein allrounder.

Wenn euch also mal wieder einer dahin schickt, wo der Pfeffer wächst, dann geht, denn der Pfeffer ist immer noch wertvoll und er wächst unter der Sonne..